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mazefilm film & gender - politics

Constructed Futures: Haret Hreik
Sandra Schäfer

4-Kanal-Videoinstallation
11’, 8’, 5’, 3’, 4K zu HD
Trespa/HPL-Platten oder 4 Monitore
Arabisch, Englisch
2017

Installation, 67. Berlinale, Forum Expanded, The Stars Down to Earth, Akademie der Künste, Berlin

Das schiitisch dominierte Viertel Haret Hreik in Beirut beherbergt nach außen unsichtbar das Hauptquartier der Hisbollah-Partei. 2006 bombardierte die israelische Armee das Viertel, die Hisbollah baute es in der Folge rasch wieder auf. Dieses Wiederaufbauprojekt ist Teil eines kriegerischen Konflikts und geopolitischen Gefüges, in dem Architektur an der Herstellung von Raum, Landschaft und Erinnerung beteiligt ist. Die Videoinstallation zeigt Büros, in denen der Wiederaufbau geplant und entworfen wurde, eine der wiederaufgebauten Wohnungen selbst sowie eine Mehrzweckhalle, in der regelmäßig die Sympathisanten der Hisbollah zusammenkommen, um Videoansprachen des Parteiführers Hassan Nasrallah beizuwohnen. Was bedeutet es, wenn Neubauten sich ohne Risse und Brüche in die bestehende städtische Struktur und in individuelle Erinnerungen einfügen sollen? Wie wird die Interpretation des Widerstands durch die Hisbollah zum beherrschenden Projekt, das sich räumlich manifestiert? Was bedeutet das Bauen, das keinen Platz für Ruinen und Gedenken lässt, weil es in einer Logik kurzer Intervalle von Kriegslosigkeit denkt?

 

>>> Film Constructed Futures: Haret Hreik

 

Installation, 67. Berlinale, Forum Expanded, The Stars Down to Earth, Akademie der Künste, Berlin


Still, Constructed Futures: Haret Hreik, 2017


Still, Constructed Futures: Haret Hreik, 2017


Still, Constructed Futures: Haret Hreik, 2017


Installation, Hours and Hours of Inactivity, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin


Installation, Hours and Hours of Inactivity, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin


Installation, Hours and Hours of Inactivity, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin